Muss ich ins Home Office?

| von Axel Günther | 0

Rechtstipp der Woche, KW 6, 2021

Die wichtigsten Fakten zum Home Office

Home Office
Nicht bei jedem beliebt: Home Office

Immer mehr Mandanten und Arbeitnehmer fragen mich, welche Home Office-Regeln für sie gelten bzw. ob sie ein Recht auf oder eine Pflicht zum Home Office haben.

Aus diesem Grund veröffentliche ich hier die wichtigsten Auszüge der Corona-Arbeitsschutzverordnung der Bundesregierung vom 27. Januar 2021.

Die wichtigste Antwort vorab: Es gibt keine Pflicht für Arbeitnehmer, das Home Office Angebot zu nutzen. Sollte ein Arbeitnehmer z.B. keine ausreichende Internetversorgung zuhause haben oder aus anderen Gründen Home Office ablehnen, muss ihm der Arbeitgeber einen sicheren Arbeitsplatz zur Verfügung stellen.

Hier die Regelungen im Originalwortlaut:

Homeoffice überall da, wo es möglich ist

Arbeitgeber müssen überall dort Homeoffice anbieten, wo es möglich ist. Das sieht die Corona-Arbeitsschutz-Verordnung vor, die am 27. Januar in Kraft getreten ist. Die Verordnung enthält zudem Schutzmaßnahmen für diejenigen Beschäftigten, deren Anwesenheit im Betrieb unverzichtbar ist.

Arbeitgeber werden verpflichtet, ihren Mitarbeitern Homeoffice anzubieten - soweit keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Gezielte Maßnahmen sollen dazu beitragen, das Infektionsrisiko am Arbeitsplatz weiter zu reduzieren, ohne dass die wirtschaftliche Aktivität eingestellt oder beschränkt werden muss.

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung umfasst unter anderem folgende Punkte:

  • Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice anzubieten, soweit keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten sind nicht verpflichtet, Homeoffice zu nutzen.
  • Für Beschäftigte, die nicht im Homeoffice arbeiten können, haben die Arbeitgeber durch geeignete Maßnahmen den gleichwertigen Schutz sicherzustellen.
  • Betriebsbedingte Zusammenkünfte mehrerer Personen sind auf ein Minimum zu reduzieren
  • In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten sollen möglichst kleine Arbeitsgruppen gebildet und wenn möglich zeitversetzt gearbeitet werden.
  • Für das Arbeiten im Betrieb müssen Arbeitgeber zumindest medizinische Gesichtsmasken (OP Masken) zur Verfügung stellen wenn Anforderungen an Räume oder Abstand aus bestimmten Gründen nicht eingehalten werden können.

In vielen Lebensbereichen sind weitere Kontaktbeschränkungen und zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen kaum mehr möglich. Daher sind zusätzliche und zeitlich befristete Maßnahmen des betrieblichen Arbeitsschutzes als Beiträge zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten unbedingt notwendig. Dies dient auch dem Schutz der Gesamtbevölkerung sowie derjenigen Beschäftigten, deren Anwesenheit im Betrieb unverzichtbar ist. Die Verordnung gilt zunächst befristet bis 15. März.

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